Fettabsaugung

Die Fettabsaugung eignet sich zur Formung des Körpers – nicht zur Gewichtsreduktion. Problemzonen, wie z.B. Hüften, Schenkel, Po, Bauch und auch eine Fettablagerung unter dem Kinn können gut behandelt werden. Bei der Fettabsaugung kann nur subkutanes Fett ( = zwischen Haut und Muskel liegend) abgesaugt werden.

In der Klinik erfolgt die Fettabsaugung mit Vibrationstechnik nach der Tumeszenz-Absaugmethode (Nassabsaugung). Das bedeutet, dass die mit verschiedenen Medikamenten angereicherte Kochsalzlösung in die vor dem Eingriff markierten Zonen eingespritzt wird. Während einer Einwirkzeit lösen sich die Fettzellen aus dem Bindegewebe. Nun können die freigesetzten Fettzellen mit 1 – 3 mm starken Kanülen abgesaugt werden. Es verbleiben an den Einstichstellen nur kleine Narben, die an möglichst versteckten Körperstellen gesetzt werden. Ein nennenswerter Blutverlust entsteht nicht.

Die Einstichstellen werden mit einem Stich genäht. Der Arzt verwendet einen resorbierenden Faden. Darüber wird noch ein Pflaster geklebt. Diese Pflaster können Sie nach 7 Tagen selbst entfernen. Eine ärztliche Nachsorge und Wundversorgung ist somit nicht erforderlich.

Die maximale Absaugmenge beträgt 5-6 Liter pro Eingriff und man kann damit auch schon hervorragende Ergebnisse erzielen. Hierbei kommt es natürlich auch auf den Ausgangszustand an. Der Chefarzt wird Ihnen bei der Voruntersuchung die Möglichkeiten und Risiken aufzeigen.

Der Operationserfolg ist außerdem abhängig von der Elastizität der Haut und des Bindegewebes. In seltenen Fällen wird ein weiterer Eingriff zur Straffung bestimmter Hautpartien nötig.

Die Fettabsaugung wird in der Klinik immer in Vollnarkose durchgeführt und dauert, je nach Umfang, ca. 1 Stunde.

Nach dem Eingriff bleiben Sie noch über Nacht in stationärer Behandlung und am Tag nach der OP können Sie nach der Abschlußuntersuchung durch den Chefarzt die Klinik verlassen und nach Hause fahren.

Es ist erforderlich, für ca. 4-6 Wochen (je nach Hautbeschaffenheit) spezielle Kompressionswäsche zu tragen, welche wir Ihnen nach der Operation anpassen.

Erfahrungsgemäß treten in den ersten Tagen nach der Fettabsaugungsoperation Schwellungen und auch Schmerzen auf.

Diese sind jedoch auch stark abhängig von den abzusaugenden Zonen und der Absaugmenge. Auch hat jeder Mensch ein anderes Schmerzempfinden.

Wir empfehlen Ihnen, nach der Operation eine Erholungsphase von ca. einer Woche einzuplanen. Schon nach ca. 3 Tagen sollten Sie wieder regelmäßig spazieren gehen. Zuhause sollten Sie die behandelten Zonen möglichst oft kühlen.

Ab dem 5. Tag nach der Operation können Sie wieder duschen und das sollten Sie dann auch täglich tun. Die Einstichstellen sollten dabei mit dem lauwarmen Wasserstrahl abgespült werden. Anschließend pflegen Sie Ihre Haut mit abschwellendem Gel oder Salbe. Die Einstichstellen bitte auslassen.

Starke Sonneneinstrahlung und Solarium sollten Sie unbedingt für ca. 3 Monate meiden, da dies die Heilung verzögert und zur Bildung von Pigmentflecken führen kann.

Mit Sport können Sie nach ca. 4 Wochen wieder beginnen.

Mögliche Komplikationen nach den Fettabsaugungen

Komplikationen sind bei keinem chirurgischen Eingriff auszuschließen. Eine Fettabsaugung ist ein chirurgischer Eingriff und dadurch mit den gleichen Allgemeinrisiken wie jeder andere medizinische Eingriff verbunden. Wir bemühen uns jedoch, die Komplikationen und das Risiko so gering wie möglich zu halten. Deshalb sind gründliche Untersuchungen der Patienten erforderlich!

Den Erfolg einer Behandlung und ihre absolute Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Die allgemeinen Risiken operativer Eingriffe, wie Thrombosen und Embolien, sind dank der Fortschritte der Medizin aber sehr gering geworden.

Mit der Bildung von Blutergüssen (Hämatomen) in verschieden großer Ausdehnung muss gerechnet werden. Sie sind an einer gewissen bläulichen oder rötlichen Verfärbung der Haut zu erkennen. Diese Blutergüsse stellen keine Komplikationen dar, sie können aber bei verschiedenen Menschen infolge verschieden starker Blutungsneigung unterschiedlich ausgeprägt sein.

Kreislaufreaktionen können vor allem bei sehr ausgedehnten Absaugungen auftreten. Vorbeugende Maßnahmen (z.B. Heparingabe) können ihrerseits extrem selten wieder schwere Blutgerinnungsstörungen hervorrufen.

Je lockerer die Haut über den abzusaugenden Fettbereichen ist, um so eher können Unebenheiten der Haut entstehen bzw. nicht beseitigt werden. Das konsequente Tragen eines spez. post.-op. Mieders für mehrere Wochen wirkt vorbeugend und verringert dieses Risiko bedeutend.

Ist der Hautüberschuss zu groß und die Haut zu locker, so ist eine operative Hautstraffung erforderlich (z.B.: Bauchstraffung, Oberschenkelstraffung).

Unschöne Narbenbildungen, Dellen und Unregelmäßigkeiten können auch auftreten, wenn die Operierten die Miederhose oder Bandage nicht konsequent über die vom Arzt empfohlene Dauer nach der Operation tragen.

Konturunregelmäßigkeiten können infolge innerer Narbenbildung entstehen. Dies kann zu einzelnen oder mehreren nebeneinander liegenden Einziehungen von Haut und Unterfettgewebe führen, was wie ein Wellblechmuster wirkt.

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