Bauchstraffung

Das Problem mit einer schlaffen und überdehnten Bauchdecke betrifft in 90% aller Fälle Frauen, da dies u.a. eine Folge von Schwangerschaft sein kann. Aber auch nach einer starken Gewichtsabnahme oder auch die Veränderung der Hautqualität mit zunehmendem Alter kann die Ursache für diesen Hautüberschuß sein.

Vor der Operation zeichnet der Arzt am stehenden Patienten die Schnittführung und die neue Nabelposition an. Der Schnitt verläuft oberhalb der Schambehaarung, seitlich reicht er bis zu den Hüftknochen. Die Bauchhaut wird bei der Operation nach unten gezogen und abgetrennt. Der Nabel wird neu angenäht. Der zu entfernende „Überbauch“ kann bis zu 20 cm breit sein und etliche Kilos schwer.In manchen Fällen ist auch eine gleichzeitige Fettabsaugung an den Hüften möglich.

Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert ca. 1,5 bis 3 Stunden. Bei der Operation werden Vakuumdrainagen eingelegt, damit das Wundsekret und das Blut ablaufen kann. Nach ca. 24 Stunden werden diese gezogen. Die Unterhaut wird mit selbstlösendem Nahtmaterial genäht. Mit atraumatischen Stichen wird dann die Oberhaut vernäht.

Nach der Operation werden Sie von uns noch 2-3 Nächte stationär überwacht. Um einer Infektion vorzubeugen, verordnen wir Ihnen nach der OP ein Antibiotikum.

Nach der Operation passen wir Ihnen ein spezielles Kompressionsmieder an, welches Sie 6 Wochen Tag und Nacht, danach weitere 1-2 Wochen tagsüber und wenn Sie schwere Arbeiten verrichten, tragen sollten. In den ersten 2-3 Wochen nach der Operation empfehlen wir Ihnen häusliche Ruhe. Auch Sonne, Solarium und Sport sollten Sie unbedingt für einige Monate meiden.

Fäden werden nach der Operation ca 12-14 Tage entfernt. (vom Operateur oder Hausarzt).

Mögliche Komplikationen nach den Bauchstraffungen

Wie bei jedem ärztlichen Eingriff können auch bei ästhetischen Operationen wie der Bauchdeckenstraffungsoperation selten Komplikationen auftreten. Eine Bauchdeckenstraffungsoperation ist ein chirurgischer Eingriff und dadurch mit den gleichen Allgemeinrisiken wie jeder andere medizinische Eingriff behaftet. Wir bemühen uns jedoch, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Deshalb sind gründliche Untersuchungen des Patienten erforderlich.

Sichtbare Narben

Bei allen Schnittführungen der Bauchdeckenstraffungsoperation sind die verbleibenden Narben strategisch positioniert und bereits nach wenigen Monaten meist unscheinbar. Negativ kann sich eine eventuelle Keloidneigung (Neigung zu verstärkter Narbenbildung) oder Narbenverhätung auswirken. Eine verstärkte Narbenbildung kann durch eine nachträgliche Korrektur verbessert oder behoben werden.

Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen kommen im Bereich der Wundränder vor. Es kann dann zur Bildung von breiten Narben kommen, die möglicherweise einen Korrektureingriff erfordern, um ein optisch optimales Ergebnis zu erzielen.

Die Ausprägung von Narben ist von Patient zu Patient anlagebedingt unterschiedlich.

Eine Bauchdeckenstraffung stellt einen großen operativen Eingriff dar. Es kann zu einem erheblichen Blutverlust mit den dadurch bedingten Komplikationen kommen. Als Maßnahmen hiergegen werden Drainagen eingelegt, um frühzeitig eine Nachblutung erkennen zu können.

Taubheitsgefühlim Bereich der Bauchwand kann sich durch Schädigung von Hautnerven einstellen. Innerhalb von einigen Monaten kommt es im Normalfall zur vollständigen Wiederherstellung der Empfindungen der Haut. In Ausnahmenfälle kann ein Taubheitsgefühl verbleiben.

Infektionen der Wundekönnen zu einer Verzögerung der Wundheilung führen. Zudem kann es zur Ausbildung von Eiteransammlungen und Nekrosen (Absterben von Gewebe) kommen. Wundinfektionen, die zu Eiterungen und Gewebsverlust führen können, sind dank gewebeschonender Operationstechnik und wirksamer Antibiotika sehr selten geworden. Bei extrem dünner Haut kann es im Bereich der größeren Spannung zu verzögerter Wundheilung kommen.

Unschöne Narbenbildungen, Dellen und Unregelmäßigkeiten können auch auftreten, wenn die Operierten die Miederhose oder Bandage nicht konsequent über die vom Arzt empfohlene Dauer nach der Operation tragen.

Anfrage/Info